Mittwoch, 13. Februar 2013

vorhang auf

"[...]wie geht es dir meine liebe? tut mir leid, dass ich mich so selten melde, ich weiß du könntest mich bestimmt gerade gut gebrauchen aber ich habe momentan einfach soviel zu tun[...]"
gelöscht.
ich muss schlucken, ich kann es einfach nicht leiden, dieses geheuchele. egal wo ich hinschaue, egal mit wem ich mich treffe oder mit wem ich anderweitig kontakt habe, langsam habe ich es verstanden - sie spielen sich selber in dem drama das den namen leben trägt und sobald ihr theaterstück auf das, eines anderen trifft, wo dieser andere die hauptrolle spielt, ändern sie ihren part ab. angefangen bei der wortwahl, bis hin zur intention ihrer person. aus himmelhoch jauchzend wird innerhalb von sekunden zu tode betrübt, aus einem egoistischen menschen wird ehe man mit der wimper zucken kann verwandelt sich dieser in eine unfassbar selbstlose person. ich verstehe das nicht. warum eine rolle spielen, wenn man auch sein kann wie man möchte? warum presst man sich selbst in eine unnatürliche form, wenn man sich genau so gut aus allen charaktereigenschaften die man hat, eine eigene figur entwickeln kann?

Samstag, 2. Februar 2013

klinik

ich hatte vor ein paar tagen meinen ersten termin in der klink. ich habe mich zuvor oft mit meiner therapeutin über das thema gestritten, ich fühle mich nicht krank genung für eine klinik, nicht dünn genug für eine essstörung, nicht niedergeschlagen genug für depressionen. ich weiß nicht, ob ich meine "essstörung" schon loslassen möchte, sie gibt mir viel, sie hat mir zwar auch viel genommen, eigentlich zu viel, aber da ich das alles nicht zurück erlangen kann, muss ich doch eigentlich an ihr festhalten?1 ich bin hin- und hergerissen. ich habe große angst aber jetzt gibt es kein zurück mehr. in zwei monaten werde ich in die klinik gehen. das gespräch dort war sehr gut, gerade vor dem hintergrund dass ich nun anfange l-tyroxin gegen meine schilddrüsenerkrankung einzunehmen, muss sich mein essverhalten stabilisieren. nunja, wen es interessiert meine Diagnose lautet : atypische Anorexie mit depressiver Dekompensation. atypisch weil mein bmi bei 19.2 liegt und ich noch meine tage bekomme. als ich den brief meiner therapeutin an den weiterbehandelnden arzt in der klinik las musste ich schlucken. ich hatte ganz verdrängt das ich wirklich fast 40 kilo innerhalb des letzten dreivirtel jahres abgenommen habe. irgendwie ein sehr informativer post, aber ich wollte das mal einfach so runter schreiben um es selber zu realisieren und mir vielleicht mal meiner gefühle etwas klarer zu werden. irgendwie bin ich momentan einfach nur leer.