Montag, 17. Dezember 2012

sonnenkind

"es gibt tage an denen sind meine schatten so viel größer als ich, das sie mir egal wie hoch ich springe, egal wie schnell ich laufe, die sonne wegnehmen. sie sind schneller weil sie überall sind, sie sind so groß." auszug eines tagebucheintrags vom 26.07.2001

mir war nicht bewusst, das ich schon damals so war. 
"nun, wie stellen sie das vor? vielleicht ist es an der zeit für sie sich mal mit ihren ängsten, wünschen und träumen zu beschäftigen. ich würde sie bitten bis zum nächsten mal aufzuschreiben, was ihnen angst macht, wovon sie träumen und was sie sich wünschen, sie können das als eine art vorhaben für das neue jahr sehen."

und im augenblick sitze ich hier vor meinem leeren blatt, die aufgabe klang leichter als sie ist.
Ich verstehe mich doch momentan selbst nicht mehr, wie soll ich dann jemandem anders die möglichkeit geben meine kopfwelt nachzuvollziehen.
die menschen erwarten von mir das ich krank bin weil es auf dem papier steht, es wird erwartet das ich nichts esse, immerhin habe ich ja eine essstörung, es wird erwartet das ich schlecht gelaunt bin, immerhin habe ich ja depressionen. ich bin nicht mehr als eine hässliche krankheit. niemand sieht mich mehr als mensch, ich bin diese ekelerregende krankheit, die egal wohin sie geht schatten, mitleid und traurigkeit auslöst. ist dieses leben noch lebenswert?
ich bin es leid, manchmal wäre ich glücklicher, würde mir nicht permanent das gefühl übermittelt werden, dass es nichts beachtenswertes mehr an mir gäbe außer meine Probleme mit mir selber.

Sonntag, 9. Dezember 2012

lebenszeichen

ich wollte mich nur einmal melden, falls das hier irgendwer liest und sich gewundert hat, ja ich lebe noch. ich habe etliche male das bedürfnis gehabt hier etwas nieder zu schreiben, doch die worte gehorchten mir nicht, ich habe es nicht geschafft einen einzigen satz zu formulieren, nun, der erneute versuch etwas einigermaßen sinnvolles, nachvollziehbares zu schreiben.

die letzten tage und wochen waren anstrengend. meine therapeutin möchte, dass ich in eine klinik oder eine betreute wohngruppe gehe, ich weiß nicht was ich davon halten soll. meine depressionen sind schlimmer als jemals zuvor, ich wache mit tränen in den augen auf, habe grausame albträume, die kleinsten kleinigkeiten werfen mich aus der bahn, meine augen sind so schwer, ich möchte nur noch schlafen, ich habe das gefühl nicht in meinem körper zu stecken, ich bin ein stiller, machtloser beobachter meines eigenen lebens, alles tut weh und ich bin kaputt, so unendlich kaputt. ich gehe nicht mehr in die schule, ich habe ein stück weit aufgegeben, mich aufgegeben. die suche nach dem sinn hat aufgehört, ich fühle mich wie ein reh, ich laufe über die autobahn, laufe um zu überleben doch auf dem mittelfahrstreifen verlässt mich der mut, die lichter sind zu hell, die autos zu schnell und zu laut, zum umdrehen ist es zu spät, zum weiterrennen fehlt mir der mut, also stehe ich dort auf dem mittelstreifen und warte darauf, das jemand anders mir die entscheidung abnimmt, das ein autofahrer mich ubersieht und die scheinwerfer zu nahe kommen.

ich habe jonah seit 2 wochen nicht gesehen, ich will ihn bei mir haben aber ich tue ihm weh und das will ich nicht. ich mache mich kaputt und er soll nicht auch noch daran zerbrechen. wir wissen beide, das er am liebsten meine hand halten würde, doch ich liebe ihn zu sehr um ihm das anzutun.
am freitag habe ich mich seit langem einmal wieder aus meinem bett getraut, die frische luft in meinen lungen hat mir gefehlt, ich wollte sie einsaugen und nicht wieder gehen lassen, ein stück von ihr werden. ich traf meine freunde und wir besuchten eine der kuriosesten partys auf der ich jemals gewesen bin. eine wg party, vielleicht hat schon einmal jemand von dieser aktion gehört, das gebäude, die leer stehen, jedoch zu schade sind um abgerissen zu werden, wie beispielsweise schulen oder bibliotheken, von wgs für wenig geld angemietet werden können, diese verpflichten sich damit, das gebäude zu beschützen und im gegenzug dafür müssen sie kaum miete bezahlen. lange rede kurzer sinn, die party fand in einer ehemaligen grundschule statt, in der ein bekannter mit fünf mitbewohnern residiert. unglaublich viel platz, unglaublich viele leute, unglaublich laute musik. ich habe getanzt und mich frei gefühlt, ein junger mann hielt mir nach vielen stunden in denen ich mich im bass verloren hatte, eine zigarette vor die nase und sah mich fragend an, ich folgte ihm, wir setzten uns in eine ecke und qualmten um die wette. er hatte dunkeles haar, einen dichten bart in seinem drahtigen gesicht, seine arme waren von tattoos bedeckt, eines gefiel mir ganz besonders gut, eine leichtbekleidete sehr frau, auf dem ast eines baumes eine zigarette im mundwinkel. er erzählte mir, das dieses tattoo eine abbildung einer fotografie ist, die junge frau soll seine schwester darstellen, sie ist vor einem jahr an leukämie gestorben. desweiteren erzählte er, das er nun humanmedizin studiert, damit nicht noch mehr menschen, einen so grausamen tod sterben müssen. ich glaube er hatte tränen in den augen. ich hätte mich gern länger mit ihm unterhalten, für ihn war ich ein unbeschriebenes blatt, einfach irgendein mädchen, nicht diejenige, die sich selber einen so grausamen tod wünschte. doch meine beste freundin unterbrach unser gespräch, zu allem übel habe ich vergessen wo ich den zettel mit seiner telefonnummer gelassen habe...

den samstag verbrachte ich verkatert in k.'s bett.

mit leichten fingern streichst du mir über die nackte schulter, ich spüre deine finger kaum, aber es beruhigt mich zu wissen das sie da sind. noch lebe ich, denke ich und schließe die augen. "k., ich will nicht das du gehst" höre ich mich sagen. einen moment lang fühlt es sich so an, als hätte ich mich damals für dich und gegen jonah entschieden, als wären wir ein pärchen und ich weiß nicht was ich bei diesem gedanken fühlen soll. du seuftzt. "ich will dich auch nicht alleine lassen elsa" "Dann bleib doch eifach in der stadt" ich weiß, dass das nicht geht, aber ich will es sagen und von dir hören, dass es nicht geht. "komm doch einfach mit" sagst du und grinst mich an. du stehst ruckartig auf und wirfst mir einen pulli zu. "ich will dir was zeigen". du ziehst mich hinter dir her nach draußen. es schneit. 

Donnerstag, 15. November 2012

sms

"elsa ich will nicht mehr ohne dich, es geht einfach nicht, ich liebe dich einfach zu sehr. ich liebe es wie du gehst, wie du stehst, wie du lachst, wie du schläfst, wie du meckerst wenn dir etwas nicht passt, wie tanzt wenn es dir gut geht, wie du grummelst wenn morgens der wecker klingelt, wie du deinen kaffee trinkst, wie du mir meine pullis klaust die dir eh besser stehen als mir, wie du träumst von einer besseren welt, wie du redest, manchmal auch im schlaf und wie du laut mitsingst wenn ein lied läuft das dir gefällt. ich will dir nicht mehr weh tun, dich nicht mehr zum weinen bringen und doch tue ich es so oft. ich komme später vorbei, ja? ruh dich gut aus und werde gesund. ps: kaffee und kekse, ein apfel, sowie dein tabak liegen auf dem nachttisch und du hast um 17.30 einen arzttermin"



ich weiß nicht was ich tun soll. einerseits machst du mich glücklich und bringst mich zum lachen, andererseits machst du mich unglücklich und kaputt.

Dienstag, 13. November 2012

heiße sojamilch mit blütenhonig

es ist dunkel und doch sehe ich deinen schatten schon vom weiten. in mir verbreitet sich ein gefühl von erleichterung, gleichzeitig bin ich aufgeregt. ich liebe dich und du liebst mich und doch reicht es nicht. du machst mich glücklich und ich dich, du machst mein leben lebenswerter und ich auch deins, aber irgendwie sind wir einfach zu unterschiedlich. als du mich umarmst drückst du mich so fest an dich, dass ich angst bekomme, meine knochen könnten zerbrechen, du musterst mich von oben bis unten und beginnst zu grinsen. ich liebe dein grinsen und achja, ich hätte es beinahe vergessen, ich bin betrunken. ich kann mich kaum noch auf meinen beinen halten. wir haben uns in etwa 14 tage nicht gesehen, es kommt mir vor wie eine ewigkeit, irgendwie hatte ich dich anders in erinnerung. waren deine augen schon immer so grau? deine haare schon immer so dunkel? ob du sie geschnitten hast? sitzt die jacke immer so? hast du ein neues waschmittel?
"elsa? komm steh auf, ich bring dich nachhause" sagst du in die stille hinein. ist deine stimme schon immer so tief? der nachhauseweg ist in meinen gedanken nicht mehr klar verankert. ich weiß nur noch das du mich getragen hast, zu dir, weil ich meinen schlüssel verloren habe, während die nacht zum morgen wird machst du mir eine heiße milch mit honig, wie früher. ich trinke sie. einfach so. ohne schuldgefühle, ohne diskussion, ich trinke sie. ich liebe dich und du liebst mich und doch bin ich mir nicht sicher ob es reicht.

Montag, 5. November 2012

rebell

Ein guter freund und ich hatten vor einigen tagen eine interessante und auch aufschlussreiche Unterhaltung, die ich im nachhinein versucht habe, zusammen zu fassen um eine gedanken bezüglich des themas Jugend zu sortieren.
Rebell. die jugend zeichnet sich schon seit ewigkeiten dadurch aus, zu rebellieren, man will alles anders machen als die vorhergegangene generation, sich auszeichnen dadurch, dass man andere pläne hat, dass man etwas neues erschafft, besser ist als alle jemals zuvor, aber im vordergrund steht das anders zu sein. die frage, die man sich an diesem punkt stellt, ist, wie? wie soll ein junger mensch es denn schaffen sich von all dem abzugrenzen, was die generation unserer eltern erschaffen haben?! wie soll man denn noch schocken? wie ist es möglich? ich habe mit dreizehn angefangen zu rauchen, mein vater kam mir zuvor, schon mit 12 jahren gehörten zigaretten zu seinem leben, auf demonstrationen gegen tierversuche, atomkraft, nazis, vertreibung der roma und cinti ecetera sieht man auch viele "ältere" gesichter, menschen, die uns vorgemacht haben, wie es geht, würde ich morgen ein mädchen mit nachhause nehmen und sie als meine feste freundin vorstellen, wären meine eltern zwar verwundert aber keinesfalls geschockt, lasse ich ein tütchen gras auf dem kückentisch liegen, oder einen jointstummel im aschenbecher, grinsen sie mich am nächsten tag an, würde ich nun die schule schmeißen, weil ich die welt sehen will und lieber herumreisen würde, wäre ich nicht die erste, die sie kennen würden, die soetwas tut, haare wild färben und abrasieren, piercings, tattoos, festivals, drogen, alkohol, ehrenamtlich arbeiten, mal nichts tun, hühner aus legebatterien klauen und alle wildesten pläne und wünsche und unser alltag ist im endeffekt auf irgendeine art und weise "normal", in ordnung, wird teilweise sogar abgenickt.

alles, was einem rebellisch, besonders oder gar anders vorkommt, scheint es nicht zu sein. und schnell wird man ein mensch, der ein anderer zuvor schon war, schnell ist man die perfekte kopie seiner eltern und eifert ihnen nach, in dem wissen, dass man nie annährend so gut werden kann wie sie und zusätzlich darf man sich auch noch anhören, dass man es doch soviel einfacher hätte.
wie soll man sich selbst erfinden wenn man weiß dass man nie "reichen" wird? wie soll man mit sich selbst zufrieden sein wenn man weiß, dass man nie gut genug ist? nicht erfinderisch genug, nicht man selbst, nicht weltverbessernd. einfach nur ein lebloser körper, der mit dem strom schwimmt, weil man gegen ihn schon lange nicht mehr ankommt.

um etwas besonderes zu sein nimmt man in kauf, sich selber unglücklich zu machen. man beginnt zu hungern, drogen zu nehmen, seine probleme runter zu schlucken um als besonders stark oder tapfer da zu stehen. aber das ist falsch, das alles hier ist falsch, weil diese rebellionsphase eigentlich nicht dafür da ist sich um jeden preis anders zu fühlen, sondern um sich selber zu finden. um herrauszufinden wer man ist und was man will.

ich will das nicht mehr. ich möchte nicht so sein.





Montag, 29. Oktober 2012

liebe oder so

und plötzlich ist alles anders, ob du es willst oder nicht und du weißt nicht ob du weinen oder lachen sollst.
ich bin glücklich und traurig. alles zusammen, gleichzeitig und doch vermischt. alles tut weh aber gleichzeitig gibt es menschen, die mich nicht alleine lassen, mir meine wunden lecken, damit ich das nicht alleine tun muss. ich bin frei und gleichzeitig gefangen. jonah wird für immer ein teil von mir sein, aber vielleicht nicht mehr der teil, der er so lange war. ich weiß nicht wie ich mich damit fühle. im ersten moment war ich traurig und wütend und im zweiten frei und unbeschwert. immer habe ich mich abhängig gefühlt, immer habe ich gedacht, dass ich wertlos bin ohne ihn - doch ich wurde eines besseren belehrt, genau in dem moment als alles aussichtslos erschien. ich liebe jonah und werde das auch immer tun. aber vielleicht waren wir einfach zu jung als wir uns trafen, vielleicht soll das alles nicht sein, vielleicht sind wir noch immer zu jung, für das, was wir eigentlich gerade schon haben. ich habe jemanden kennengelernt. jemanden anders, der mich im moment glücklich macht, der mich getragen hat als ich nicht mehr konnte, jemand der meine haare hielt als ich mich übergeben musste, jemand der so anders ist, jemand der mir gerade gut tut, obwohl ich nur dich will.

Samstag, 27. Oktober 2012

verdammt

ich trinke kaffee nur um am leben zu bleiben - obwohl ich nicht einmal weiß, ob ich das überhaupt will.
ich hasse dich, für all das, wofür ich dich einmal geliebt habe. mir tut alles weh und du bist schuld.



 

Sonntag, 14. Oktober 2012

leer

es ist sonntagmorgen. 5:30 uhr. der wecker klingelt und verstummt. ich mache langsam die augen auf und schaue dich an. du blinzelst, ich muss grinsen. es war ein irrtum als ich dachte ich könnte dich loslassen. du knipst die kleine lampe neben deinem bett an gibt mir ein kuss und machst musik an (man muss mit musik in den ohren aufwachen und einschlafen, dann merkt man, dass man am leben ist sagst du immer), kurz darauf höre ich den wasserkocher angehen, du machst kaffee. ich hülle mich in deine bettdecke, drehe mir eine zigarette und lasse den rauch aus meinem mund in den dunkelen morgen verschwinden. es ist kalt. du fliegst gleich auf studienfahrt. ich will nicht das du gehst. gerade habe ich mich wieder an deinen geruch gewöhnt, an dein schiefes grinsen an das wenige alleine sein. an das reden aber vorallem an das jemanden an mich ran lassen und mich sogar ein bisschen gut dabei zu fühlen. du bist aufgeregt, hast kaum geschlafen. ich freue mich für dich. ich versuche es zumindest. als ich dich in der bahn stehen sehe mit deinem koffer in der hand muss ich weinen. ich bin einsam. ich fühle mich wie ein kleinkind, es sind schließlich nur zehn tage. langsam laufe ich die leeren straßen runter. keine ahnung wohin.

alkohol

jonah und mein bester freund stehen noch an der bushaltestelle zu der sie mich gebracht haben als mein bus um die straßenecke biegt, in meinen ohren dröhnt die musik, jonah hat mir seinen ipod gegeben. ich fahre fast zwanzig minuten und freue mich auf dich, auf uns, auf einen abend wie früher unter freunden, mal auf andere gedanken kommen. ich sehe dich schon von weitem, du wippst mit den beinen, ein zigarettenstummel in der hand, die leggins hat ein paar löcher an den knien, wie immer bei dir. als du mitbekommst das ich dich beobachte musst du lachen. ich liebe dein lachen, wenn du lachst ist alles gut. du bist mehr als nur meine beste freundin. du verstehst das alles. wenn du lachst ist wirklich alles gut. du hast mir ein bier mitgebracht, wir laufen durch die straßen auf dem weg zu aaron und erzählen was die letzte zeit so los war. wir haben uns seit einigen tagen nicht mehr "richtig" gesehen, unser letztes gespräch ging einfach so tief, das wir luft brauchten, platz zum atmen, nachdenken. du trinkst zuviel. viel zuviel. mindestens vier tage die woche bist du betrunken. mindestens dreimal hast du einen filmriss, mindestens zweimal rufst du am nächsten morgen weinend an, mindestens einmal bist du am nächsten tag noch betrunken und das ein oder andere mal trinkst du soviel, dass du dich übergibst. aber jedes einzige mal machst du etwas, was du am nächsten tag bereust. ich erinnere mich an etliche situationen in denen ich dich davon abhalten musste mit komischen männern nachhause zu gehen, an etliche male an denen du so betrunken warst, dass du geweint hast und dachtest du müsstest sterben, an etliche male in denen ich dich ins bett gebracht habe, an etliche male an denen ich deine haare gehalten habe, an etliche male an denen du pulver und pillen in den händen hielst und meintest du könntest mit einem regenschirm fliegen wie mary poppins wenn ich dir einen kakao mache und etwas von diesem zauberstaub hinein tun würde. ich habe immer versucht dich zu beschützen. aber es ist so schwer. es tut so weh dich in dein unglück rennen zu sehen. bei aaron angekommen rauchen wir erstmal einen joint und hören klassikmusik. ich fühle mich gut. wir gehen später noch zu einem geburtstag einer alten freundin. ich habe dich leute die dort sein werden ewig nicht gesehen. es wird bestimmt nett. wir trinken whiskey und rum, die zeit verfliegt, wir lachen viel und machen nudeln, rauchen ein, zwei weitere joints und liegen auf dem teppich. du trinkst und trinkst und trinkst. hockst dich auf den boden weil du magenkrämpfe kriegst, trinkst weiter, liegst auf dem boden, willst weiter. zu dem geburtstag. ich will dich so nicht sehen. ich will das alles nicht. aaron und ich gucken uns hilflos an als du versuchst deine schminke aufzubessern. es reicht. "Ich finde es ist nicht so eine gute idee jetzt noch loszugehen" sage ich "wir haben etwas anderes abgemacht" "wie wieso?" "komm, du hast so bauchschmerzen, wir werden schon nichts verpassen, außerdem gehen wir doch schon morgen wieder auf einen geburtstag" "elsa ich hab kein bock zu schlafen, wo liegt dein problem?" lallst du wütend zurück. "huh?" machst du während du dich auf einen stull fallen lässt. "ich will das nicht, ich will nicht das du kaputt gehst, komm schon, dieser eine verpasste abend ist kein weltuntergang, du hast bauchschmerzen, du bist schon wieder besoffen, bittebitte leg dich einfach in aarons bett", wütend stehst du auf, fegst ein paar gläser vom tisch und lässt die tür hinter dir knallen. "aaron gehst du bitte nach ihr gucken?" ich räume die scherben weg und scheide mich an der hand. dann ziehe ich meine jacke an und gehe raus. ihr steht an der ecke und diskutiert, du kannst kaum aufrecht stehen. es ist kalt und das warme rote blut tropft auf die nassen straßen. du torkelst davon. eine straßenecke weiter findet der geburstag statt. aaron kommt zu mir und bringt mich zu jonah und meinem besten wir reden viel auf dem weg dahin. doch die worte sind genau so leer, wie die straßen. jonah nimmt mich in den arm und ich wünschte nur, ich könnte dir irgendwie helfen.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

wir laufen durch den regen und schweigen uns an. es ist ein befreiendes und gleichzeitig beengendes gefühl. nur wegen dir bin ich draußen. du weißt das. du weißt, dass ich sonst im bett geblieben wäre und gewartet hätte, bis es dunkel wird und die müdigkeit kommt und mich in die welt der träume bringt, dort wo ich am liebsten immerzu und ständig wäre. ich muss nachdenken über gestern abend, ich weiß nicht was du gerade denkst. unsere schritte auf dem nassen asphalt sind wie der rythmus eines liedes. gestern hat paula betrunken vor mir gestanden und geweint. der regen erinnert mich an ihre tränen. sie war sauer auf mich, weil sie verweifelt ist. sie sagt, dass sie sieht wie ich immer weniger werde und sie weiß nicht was sie machen soll. sie sagt dass sie nicht versteht wie eine der einfachsten sachen so schwierig sein kann und das sie die alte elsa wiederhaben will. ich fühle mich schlecht. ich will nicht, dass andere wegen mir verzweifelt sind und weinen müssen. am liebsten würde ich dir von all dem erzählen. aber du läufst neben mir und unserer takt beruhigt mich. ich will ihn nicht durch den klang meiner stimme ruinieren, nicht durch worte, die hässlich sind, nicht durch tatsachen, die hässlich sind. mir ist kalt und du legst den arm um mich. gleich machst du mir einen tee sagst du. ich brauche dich denke ich.

Dienstag, 2. Oktober 2012

oktober

lieber oktober,
so lange habe ich auf dich gewartet, ich liebe die bunten blätter, die du mit dir bringst, der regen spült alles weg, was mich traurig macht und jetzt enttäuscht du mich so bitter. die frage nach dem warum lässt mich nicht los. ich weiß nicht ob ich enttäuscht oder sauer auf dich sein soll. bittebittebitte lass die kommenden tage besser werden.
nur ein klitzekleines bisschen. danke.

achja, ich wollte noch einmal meinen 20 lesern danken, auch wenn ich davon ausgehe, dass gerade einmal zwei leute der bezeichnung leser gerecht werden. ihr seid grandios. ♥

Montag, 1. Oktober 2012

tod, leben und mobbing.

und manchmal frage ich mich wie es wäre, wenn ich sterben würde. wie fühlt sich das an? und würde ich hier ein loch hinterlassen, wer würde mich vermissen? wer würde zu meiner beerdigung kommen? wer würde auch noch ein oder zwei jahre nach meinem tod an mich denken, würde überhaupt irgendjemand? wie schnell und vorallem von wem würde ich ersetzt werden? macht es mich zu einem besseren menschen wenn ich vermisst werden würde?

ich fühle mich in letzter zeit so alleine, schon fast im stich gelassen und habe das gefühl das niemand an mich denken würde. ich fühle mich wie der abschaum der gesellschaft, ein hässlicher rotweinfleck auf einer weißen hose. alle um mich herum versuchen mich in die norm hereinzupressen, dem fleck aus der hose zu waschen, schrubben daran herum, ich soll ein normales mädchen sein, freundlich und zuvorkommend, lieb und nett, lächelnd und am besten auch noch mit meinen freundinnen durch die stadt ziehen um zu shoppen. aber das bin nicht ich, so fühle ich mich nicht, warum sollte ich so tun?

heute als ich in die bahn nachhause gestiegen bin ist etwas passiert was mir zu denken gibt. ich setzte mich an einen platz am fenster. der akku meines ipod war leer sodass ich auf musik verzichten musste, immerhin ist der weg nicht so lang.
zwei mädchen aus meiner schule setzten sich mir gegenüber und grinsten mich an, ich lächelte zurück, da ich sie vom sehen kannte. die beiden prusteten vor lachen in ihre hände. eine von ihnen lies ihre augen nicht mehr von mir, sie fingen an sich zu unterhalten. "oh hier stinkt es voll" vorerst dachte ich, diese kommentare wären einfach nur dummes gefasel nach der schule aber als ich genauer hinhörte merke ich, dass sie mir galten. "jaja, das leben ist schon traurig" "ich frage mich wie sie das gemacht hat, bestimmt ne magenverkleinerungsop" und so nahm der spaß auf meine kosten seinen lauf. ich war nie so der opfertyp. absolut nicht. ich war nie das extrovertierteste mädchen, das immer total präsent war aber eben auch nicht das absolute gegenteil. ich habe angst. ich habe wirklich angst davor, dass das erst der anfang war.

Samstag, 22. September 2012

ende

es ist freitag abend und ich liege in meinem bett. ich fühle mich elend und kann mich nicht einmal auf den blödsinn im fernseher konzentrieren. eigentlich sollte ich draußen sein, mit freunden um die häuser ziehen, ein bisschen tanzen, ein bisschen trinken, ein bisschen reden. meine gedanken erdrücken mich, wie parasiten nisten sich schlechte erlebnisse, ängste und befürchtungen in meinem gedächtnis ein und lassen sich nicht vetreiben. meine augen waren heute morgen als ich in die schule kam leer und kaum offen zu halten. ich habe kaum geschlafen und mich stattdessen nahe zu die ganze nacht mit jonah gestritten. er tut mir weh. ich weiß genau dass es nicht seine absicht ist aber das macht die ganze sache auch nicht besser.ich bin müde aber kann nicht schlafen, ich bin hungrig aber kann nicht essen, ich bin traurig aber kann nicht weinen.es wird bald besser, sagt man mir, seit knapp zwei jahren, aber alles bewegt sich in die entgegengesetzte richtung. zwei monate lang habe ich mich gut mit meinem bruder verstanden, genau zwei monate. bis gestern. er hat  mir eine wunde zugefügt, mehr möchte ich dazu nicht schreiben. er hat mich angespuckt und beschipft, durch die gegend geschubst und gedemütigt. ich darf es ihm eigentlich nicht übel nehmen, es kommt von den medikamenten, ich weiß aber dennoch tut es weh. weck mich bitte auf aus diesem verdammten alptraum.

Mittwoch, 19. September 2012

therapie

ich habe den schritt getan, in ein paar tagen beginnt meine therapie. ich habe große angst, musste mir aber eingestehen, dass es so nicht weiter geht. ich stehe in einer sackgasse, ich bin zu schwach alleine umzukehren, zurück zu der kreuzung um die richtige abweigung zu wählen. ich weiß noch nicht wie ich mit damit fühle, einerseits, tut es gut zu wissen alles nicht mehr allein tragen zu müssen aber andererseits möchte ich niemanen so nah an mich heranlassen. erst recht nicht, wenn man in seinem umfeld sieht, dass es auch mit hilfe nicht einfach ist zu leben. k. ist im krankenhaus. ich war nicht da. ich werde auch nicht hingehen. er hat sich zu tief geschnitten. pulsschlagader. sein kleiner bruder hat ihn umfallen hören als er das bewusstsein verlor, sein kleiner bruder musste sich kümmern. als k. mich anrief meinte er es sei ein versehen gewesen, dass er sich nicht umbringen wollte, das es ihm leid täte aber wir wissen beide das es nicht der wahrheit entspricht. er kennt die grenzen zu genau, er ist zu klug, zu gut informiert alsdass ihm sowas ausversehen passieren könnte. ich bin enttäuscht. aber genau so, wie ich von ihm enttäuscht bin, bin ich es auch von mir. ich habe es nicht alleine geschafft, ich musste hilfe holen um mit mir selber zurecht zu kommen. ich habe es nicht alleine geschafft.

Montag, 3. September 2012

berlin

wir stehen an der tankstelle, du hälst ausschau nach unserer mitfahrgelegenheit und ich starre in den himmel. ich bin müde, habe schlecht geschlafen, würde am liebsten umdrehen, in mein bett, hier bleiben. Aber ich bleibe neben dir stehen, ich weiß, dass ich es bereuen würde wenn ich nicht mitkomme. Dora ist vor ein paar wochen nach berlin gezogen, ich vermisse sie sehr, sie war eine meiner besten freundinnen, du vermisst sie auch sagst du. du ziehst mich an meiner hand zu einem auto, mir ist kalt, der mann schüttelt mir die hand. ich setze mich ins auto und du bleibst noch draußen mit ihm stehen. ihr unterhaltet euch und lacht. du schaffst es immer leute zum lachen zu bringen, du bist erinfach gut, der sympatische typ - manchmal wäre ich auch gerne so, aber ich bin ganz anders, weit weg, meine gedanken passen nicht in die form des sympathischen mädchens. ich habe entsetzliche bauchschmerzen, ich habe einige tage nichts gegessen. Ich musste das tun, da ich weiß, das ich die nächsten tage etwas essen sollte, damit ihr euch keine sorgen macht. ich habe eine termoskanne kamillentee auf meinem schoß, sie wärmt meine beine. ich schlafe ein, wache erst auf als du mich zur raucherpause weckst. mir ist kalt, dabei scheint die sonne und als ich mich vorsichtig umsehe bemerke ich das alle nur t-shirts tragen. der kleine dicke mann, der hinten im auto saß scheint sogar zu schwitzen.

als wir in die s-bahn laufen und ich mich auf einen sitz fallen lasse bemerke ich eine frau, die mir gegenüber sitzt. einen kurzen moment lang bin ich den tränen nahe. trotz den vielen narben sieht man das sie sehr zierliche, schöne gesichtszüge hat. sie hat unglaublich dünnes haar, aufgekratze arme, ist sehr benommen und hat noch hellere haut als ich, was mir immer unmöglich erschein. doch der springende punkt, das, was mich auf sie aufmerksam gemacht hat, ist ihre magere figur. sie sieht nicht mehr aus wie ein mensch. ihr vernarbtes gesicht ist eingefallen, ihre ellenbogen spitz und ihre beine wirken dünner als die, des dreijärigen mädchens, welches an der tür steht und quängelt. mir lief ein kalter schauer den rücken herunter, bei dem gedanken, dass sie in meinen schoß fallen und einfach tot sein könnte. als sie die bahn verließ, merkte man, welche mühe sie hatte, sich aufzurichten und auf den beinen zu halten.

bei dora angekommen legte ich mich erst einmal schlafen. ich hatte so lust, mit euch mitzugehen, ins kaffee, die anderen zu treffen, aber die reise hatte mich erschöpft, dass ich einfach nicht konnte. in dieser frau hatte ich so viel von mir gesehen. so unglaublich viel. so will ich nicht werden. ich möchte micht das fremde beim bloßen anblick von mir mitleid empfinden und sich fragen wie es sein kann das ich noch lebe.


du hast mich geweckt. mit kaffee und einem selbstgemachtem erdbeerquark. da habe ich endlich mal gemerkt, dass zwar viel scheiß ist, es mir aber eigentlich gut gehen sollte.

Montag, 20. August 2012

ich liebe dich.

"kann ich kurz zu dir kommen?"
"ja, na klar"
ich sitze im bus nachhause und mustere die welt, die hinter der fensterscheibe an mir vorbei fliegt. ich weiß auch nicht warum ich dir geschrieben habe. vielleicht, weil ich gerade an dich gedacht habe, oder weil ich weiß, dass deine haltestelle bald von der grausigen frauenstimme angesagt wird oder auch einfach nur weil ich nichts mit mir anzufangen weiß.
ich steige aus dem bus und ringe nach luft. mein kopf pocht, die schmerzen sind kaum auszuhalten. ich habe viel zu wenig getrunken und bin zu warm angezogen, ich hasse es haut zu zeigen, mich nicht hinter schals und jacken und pullis verstecken zu können. ich zünde meine zigarette an und nähere mich dem haus, in dem du wohnst. du sitzt auf der fensterbank und grinst mich an. ich deute auf die tür und du verschwindest um kurz darauf den summer zu drücken.
ich freue mich dich zu sehen aber es ist einfach viel zu warm um dich zu umarmen. das leuchten in deinen augen erinnert mich an früher, als noch alles besser war.
ich bin erschöpft, möchte nicht reden. wir setzen uns auf den balkon und trinken kaffee. nur für mich hast du sojamilch gekauft. du hasst sojamilch.
wir unterhalten uns, aber irgendwie kommt kein richtiges gespräch zu stande - wir reden aneinander vorbei, bis wir aufgeben und schweigend nebeneinander sitzen.
die sonne scheint immernoch aber das leuchten deiner augen suche ich vergeblich.
zum abschied küsst du mich auf die stirn und sagst: "vielleicht war das nur der wunsch das wir den satz ich liebe dich gleich definieren, ohne diesen verdammten satz gäbe es so viel weniger missverständnisse, elsa, was heißt ich liebe dich?"
erst als du das sagt fällt mir auf wie sehr du recht hast. ich liebe dich ist ein verdammter satz den sich irgendwer irgendwann einmal ausgedacht hat, was er aber bedeutet, weiß niemand so richtig, vermutlich für jeden etwas anderes. aber was bedeutet er eigentlich für mich?

Sonntag, 12. August 2012

wir sitzen in unserem stammlokal, auf dem sofa, auf dem erinnerungen an stunden voller reden und schweigen kleben. wir haben soeben unsere bestellung abgegeben. du bist enttäuscht, weil du dachtest, dass ich vielleicht auch etwas zu essen bestelle, jedoch bleibt es bei meinem frischen minztee. ich drehe mir eine zigarette während du schweigend an deine nagellack herumpulst. ich kenne das schon von dir, ich weiß genau was das bedeutet, als du meinen blick bemerkst, wirkst du ertappt und versuchst dir ein lächen auf die lippen zu quälen, was bitterlich misslingt. "willst du auch eine?" höre ich mich fragen. du nickst und ich drehe eine weitere zigarette. nahezu synchron zünden wir sie an und qualmen um die wette. ich bin nervös, ich weiß nicht was los ist, dass es dir nicht gut geht sieht man dir an der nasenspitze an, du konntest deine gefühle noch nie gut verbergen, wir sind soetwas wie beste freundinnen, dennoch weiß ich nicht ob und wenn ja wie ich dich auf dein problem ansprechen sollte. verlegen rühre ich in meinem tee herum und gucke angestrengt auf die erschütterte oberfläche, als ob diese mir sagen könnte, was ich tun kann. du siehst mitgenommen aus, unter deinen augen zeichnen sich die augenringe klar ab, deine augen wirken sowieso seltsam leer und dein mund ist ganz trocken. du leckst dir deine lippen vergeblich und räusperst dich leise, kaum hörbar. wir sehen uns fast jeden tag, dennoch bist du mir in diesem moment sehr fremd. du holst luft um darauf etwas zu sagen doch im gleichen moment scheinst du dich umzuentscheiden. ich drücke meine zigarette in den aschenbecher und entschließe mich einfach gerade heraus zu fragen was denn los sei. kurz darauf kullern dicke tränen über deine zarten rosigen wangen. hastig wischt du sie mit deinen knochigen fingern weg. ich habe dich immer darum benieden, du kannst soviel essen wie du willst und hast trotzdem eine zierliche figur. in diesem moment wird mir alles klar. wir kennen uns seit vielen jahren, diesen verdammten blick, der mir so unheimlich vorkommt, habe ich schonmal gesehen. als deine mutter, wegen ihrer krebserkrankung ins koma fiel. ich würde so gerne mit dir weinen, ich mag deine mutter sehr, doch ich kann nicht, ich bin wie gelähmt, die ganze situation scheint so surreal. wie ein film, der vor meinen augen abläuft, wie eine detailgetreue erinnerung an damals, doch sie ist es nicht. deine mutter ist im krankenhaus. wir wissen beide, dass sie diesen weiteren rückfall, diesen weiteren ausbruch der krankheit nicht überleben wird. du sagst, die ärzte geben ihr sechs jahre, aber wir beide wissen, wie schon damals, dass es auch morgen sein kann.
ich fühle mich grausam, weil ich weiß, dass ich dir nicht gerecht werden kann. ich kann nicht die beste freundin sein, die ich damals war, als die situation ählich schien. ich würde so gerne. all meine probleme kommen mir lächerlich  vor, auch, dass ich dich sooft benieden habe, wegen so gut wie allem.
heute nacht als wir nebeneinander in deinem bett lagen und du schon schliefst habe ich geweint. für dich. ich habe die welt verflucht.

heute ist der tag, an dem sich meine eltern trennen. heute ist der tag an dem k. sich wieder geschnitten hat, heute ist der tag, an dem ich nicht zu jonah laufen werde, heute ist der tag an dem ich allein bin.
heute ist ein beschissener tag..

Montag, 6. August 2012

dich in dir wiederfinden.

"wie geht es dir?"
"ich lebe"
die pausen in unserem gespräch ziehen sich lang, wie ich es früher mit kagummi gemacht habe.
du hast mir gefehlt und auf irgendeine art und weise tutst du es jetzt noch, da die person, die nun vor mir sitzt eine komplett andere ist, als die, die ich früher meinen besten freund genannt habe. versteh mich bitte nicht falsch, ich mag dich wie du jetzt bist sehr gerne, trotzdem trauere ich deinen lachenden augen, deinem alten, kindlichem ich, nach. du bist so ernst und erwachsen, so kenne ich dich kaum.
wir sitzen in deinem zimmer, der regen prasselt gegen die fenster, als würde er unsere bedrückte stimmung untermalen wollen. du beginnst von deinem urlaub zu erzählen, ich merke dennoch, das es dir kein bedürfnis ist, mit mir darüber zu reden, sonder eher einfach so dahin gesagt ist, damit die leere verschwindet. mitten im satz, stoppst du abrupt und stellst mir eine frage: "was machen wir hier? das ist doch alles scheiße, so sollte das nicht sein. es ist doch jetzt alles wieder gut zwischen uns? so wie früher."   einerseits freue ich mich, das aus deinem mund zu hören, andererseits macht es mir angst. ich bin müde, ich habe gerade einmal 2 stunden geschlafen letzte nacht. "ich brauche dich jetzt" flüsterst du ohne mich anzusehen. "ich brauchte dich die ganze zeit, du bist die einzige, die mich zum lachen bringt, die einzige bei der ich ich sein kann, die einzige, die das alles versteht" fügst du hinzu. ich muss schlucken. es macht mich glücklich sowas zu hören, aber war das nicht etwas zu dick aufgetragen? ich bin dir ein paar schritte hinterher, ich komme nicht mit, ich möchte ja auch das alles wieder gut wird zwischen uns, wir uns unterhalten, sowohl tiefgründig als auch über nichtigkeiten, ich will ja auch dass wir wieder gemeinsam all die dinge tun  können die ich so vermisst habe aber es ist so viel passiert, so viel zeit vergangen, dass ich immernoch probleme habe dich in dir wiederzufinden. du wirfst mir einen erwartungsvollen blick zu. "wir haben soviel nachzuholen" sagst du. und dann, sprichst du das an, was ich am wenigsten erwartet habe; "wann hast du aufgehört zu essen?" ich fühle mich überrumpelt und stottere herum, du bemerkst meine verlegenheit und ziehst mich auf deinen schoß, beginnst zu erzählen, aus der zeit, in der wir uns nicht gesehen haben, von deiner depression, erklärst mir die bilder, die dein zimmer schmücken und während deiner depression entstanden sind und drehst mir eine zigarette. durch  dein fenster scheint der mond. es ist spät geworden. ich fühle mich besser, ich verstehe jetzt, wer du bist. und vorallem warum ich rauche die zigarette, dann beginne ich zu erzählen....

Dienstag, 31. Juli 2012

dsjpringvodirfbvn

ich weiß nicht wie ich das alles in worte fassen soll. mir geht es nicht gut. soviel ist klar. ich möchte anders sein, ein komplett anderer mensch. ich verachte alles, was ich bin. auch dieser unnötige text, den ich gerade verfasse kotzt mich an. ich stehe an einer riesigen kreuzung doch jeder weg scheint falsch, fühlt sich nicht richtig an. gehe ich ein schritt nach vorne, bewege ich mich danach zwei zurück. ich verstehe das alles nicht.