Montag, 29. Oktober 2012

liebe oder so

und plötzlich ist alles anders, ob du es willst oder nicht und du weißt nicht ob du weinen oder lachen sollst.
ich bin glücklich und traurig. alles zusammen, gleichzeitig und doch vermischt. alles tut weh aber gleichzeitig gibt es menschen, die mich nicht alleine lassen, mir meine wunden lecken, damit ich das nicht alleine tun muss. ich bin frei und gleichzeitig gefangen. jonah wird für immer ein teil von mir sein, aber vielleicht nicht mehr der teil, der er so lange war. ich weiß nicht wie ich mich damit fühle. im ersten moment war ich traurig und wütend und im zweiten frei und unbeschwert. immer habe ich mich abhängig gefühlt, immer habe ich gedacht, dass ich wertlos bin ohne ihn - doch ich wurde eines besseren belehrt, genau in dem moment als alles aussichtslos erschien. ich liebe jonah und werde das auch immer tun. aber vielleicht waren wir einfach zu jung als wir uns trafen, vielleicht soll das alles nicht sein, vielleicht sind wir noch immer zu jung, für das, was wir eigentlich gerade schon haben. ich habe jemanden kennengelernt. jemanden anders, der mich im moment glücklich macht, der mich getragen hat als ich nicht mehr konnte, jemand der meine haare hielt als ich mich übergeben musste, jemand der so anders ist, jemand der mir gerade gut tut, obwohl ich nur dich will.

Samstag, 27. Oktober 2012

verdammt

ich trinke kaffee nur um am leben zu bleiben - obwohl ich nicht einmal weiß, ob ich das überhaupt will.
ich hasse dich, für all das, wofür ich dich einmal geliebt habe. mir tut alles weh und du bist schuld.



 

Sonntag, 14. Oktober 2012

leer

es ist sonntagmorgen. 5:30 uhr. der wecker klingelt und verstummt. ich mache langsam die augen auf und schaue dich an. du blinzelst, ich muss grinsen. es war ein irrtum als ich dachte ich könnte dich loslassen. du knipst die kleine lampe neben deinem bett an gibt mir ein kuss und machst musik an (man muss mit musik in den ohren aufwachen und einschlafen, dann merkt man, dass man am leben ist sagst du immer), kurz darauf höre ich den wasserkocher angehen, du machst kaffee. ich hülle mich in deine bettdecke, drehe mir eine zigarette und lasse den rauch aus meinem mund in den dunkelen morgen verschwinden. es ist kalt. du fliegst gleich auf studienfahrt. ich will nicht das du gehst. gerade habe ich mich wieder an deinen geruch gewöhnt, an dein schiefes grinsen an das wenige alleine sein. an das reden aber vorallem an das jemanden an mich ran lassen und mich sogar ein bisschen gut dabei zu fühlen. du bist aufgeregt, hast kaum geschlafen. ich freue mich für dich. ich versuche es zumindest. als ich dich in der bahn stehen sehe mit deinem koffer in der hand muss ich weinen. ich bin einsam. ich fühle mich wie ein kleinkind, es sind schließlich nur zehn tage. langsam laufe ich die leeren straßen runter. keine ahnung wohin.

alkohol

jonah und mein bester freund stehen noch an der bushaltestelle zu der sie mich gebracht haben als mein bus um die straßenecke biegt, in meinen ohren dröhnt die musik, jonah hat mir seinen ipod gegeben. ich fahre fast zwanzig minuten und freue mich auf dich, auf uns, auf einen abend wie früher unter freunden, mal auf andere gedanken kommen. ich sehe dich schon von weitem, du wippst mit den beinen, ein zigarettenstummel in der hand, die leggins hat ein paar löcher an den knien, wie immer bei dir. als du mitbekommst das ich dich beobachte musst du lachen. ich liebe dein lachen, wenn du lachst ist alles gut. du bist mehr als nur meine beste freundin. du verstehst das alles. wenn du lachst ist wirklich alles gut. du hast mir ein bier mitgebracht, wir laufen durch die straßen auf dem weg zu aaron und erzählen was die letzte zeit so los war. wir haben uns seit einigen tagen nicht mehr "richtig" gesehen, unser letztes gespräch ging einfach so tief, das wir luft brauchten, platz zum atmen, nachdenken. du trinkst zuviel. viel zuviel. mindestens vier tage die woche bist du betrunken. mindestens dreimal hast du einen filmriss, mindestens zweimal rufst du am nächsten morgen weinend an, mindestens einmal bist du am nächsten tag noch betrunken und das ein oder andere mal trinkst du soviel, dass du dich übergibst. aber jedes einzige mal machst du etwas, was du am nächsten tag bereust. ich erinnere mich an etliche situationen in denen ich dich davon abhalten musste mit komischen männern nachhause zu gehen, an etliche male an denen du so betrunken warst, dass du geweint hast und dachtest du müsstest sterben, an etliche male in denen ich dich ins bett gebracht habe, an etliche male an denen ich deine haare gehalten habe, an etliche male an denen du pulver und pillen in den händen hielst und meintest du könntest mit einem regenschirm fliegen wie mary poppins wenn ich dir einen kakao mache und etwas von diesem zauberstaub hinein tun würde. ich habe immer versucht dich zu beschützen. aber es ist so schwer. es tut so weh dich in dein unglück rennen zu sehen. bei aaron angekommen rauchen wir erstmal einen joint und hören klassikmusik. ich fühle mich gut. wir gehen später noch zu einem geburtstag einer alten freundin. ich habe dich leute die dort sein werden ewig nicht gesehen. es wird bestimmt nett. wir trinken whiskey und rum, die zeit verfliegt, wir lachen viel und machen nudeln, rauchen ein, zwei weitere joints und liegen auf dem teppich. du trinkst und trinkst und trinkst. hockst dich auf den boden weil du magenkrämpfe kriegst, trinkst weiter, liegst auf dem boden, willst weiter. zu dem geburtstag. ich will dich so nicht sehen. ich will das alles nicht. aaron und ich gucken uns hilflos an als du versuchst deine schminke aufzubessern. es reicht. "Ich finde es ist nicht so eine gute idee jetzt noch loszugehen" sage ich "wir haben etwas anderes abgemacht" "wie wieso?" "komm, du hast so bauchschmerzen, wir werden schon nichts verpassen, außerdem gehen wir doch schon morgen wieder auf einen geburtstag" "elsa ich hab kein bock zu schlafen, wo liegt dein problem?" lallst du wütend zurück. "huh?" machst du während du dich auf einen stull fallen lässt. "ich will das nicht, ich will nicht das du kaputt gehst, komm schon, dieser eine verpasste abend ist kein weltuntergang, du hast bauchschmerzen, du bist schon wieder besoffen, bittebitte leg dich einfach in aarons bett", wütend stehst du auf, fegst ein paar gläser vom tisch und lässt die tür hinter dir knallen. "aaron gehst du bitte nach ihr gucken?" ich räume die scherben weg und scheide mich an der hand. dann ziehe ich meine jacke an und gehe raus. ihr steht an der ecke und diskutiert, du kannst kaum aufrecht stehen. es ist kalt und das warme rote blut tropft auf die nassen straßen. du torkelst davon. eine straßenecke weiter findet der geburstag statt. aaron kommt zu mir und bringt mich zu jonah und meinem besten wir reden viel auf dem weg dahin. doch die worte sind genau so leer, wie die straßen. jonah nimmt mich in den arm und ich wünschte nur, ich könnte dir irgendwie helfen.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

wir laufen durch den regen und schweigen uns an. es ist ein befreiendes und gleichzeitig beengendes gefühl. nur wegen dir bin ich draußen. du weißt das. du weißt, dass ich sonst im bett geblieben wäre und gewartet hätte, bis es dunkel wird und die müdigkeit kommt und mich in die welt der träume bringt, dort wo ich am liebsten immerzu und ständig wäre. ich muss nachdenken über gestern abend, ich weiß nicht was du gerade denkst. unsere schritte auf dem nassen asphalt sind wie der rythmus eines liedes. gestern hat paula betrunken vor mir gestanden und geweint. der regen erinnert mich an ihre tränen. sie war sauer auf mich, weil sie verweifelt ist. sie sagt, dass sie sieht wie ich immer weniger werde und sie weiß nicht was sie machen soll. sie sagt dass sie nicht versteht wie eine der einfachsten sachen so schwierig sein kann und das sie die alte elsa wiederhaben will. ich fühle mich schlecht. ich will nicht, dass andere wegen mir verzweifelt sind und weinen müssen. am liebsten würde ich dir von all dem erzählen. aber du läufst neben mir und unserer takt beruhigt mich. ich will ihn nicht durch den klang meiner stimme ruinieren, nicht durch worte, die hässlich sind, nicht durch tatsachen, die hässlich sind. mir ist kalt und du legst den arm um mich. gleich machst du mir einen tee sagst du. ich brauche dich denke ich.

Dienstag, 2. Oktober 2012

oktober

lieber oktober,
so lange habe ich auf dich gewartet, ich liebe die bunten blätter, die du mit dir bringst, der regen spült alles weg, was mich traurig macht und jetzt enttäuscht du mich so bitter. die frage nach dem warum lässt mich nicht los. ich weiß nicht ob ich enttäuscht oder sauer auf dich sein soll. bittebittebitte lass die kommenden tage besser werden.
nur ein klitzekleines bisschen. danke.

achja, ich wollte noch einmal meinen 20 lesern danken, auch wenn ich davon ausgehe, dass gerade einmal zwei leute der bezeichnung leser gerecht werden. ihr seid grandios. ♥

Montag, 1. Oktober 2012

tod, leben und mobbing.

und manchmal frage ich mich wie es wäre, wenn ich sterben würde. wie fühlt sich das an? und würde ich hier ein loch hinterlassen, wer würde mich vermissen? wer würde zu meiner beerdigung kommen? wer würde auch noch ein oder zwei jahre nach meinem tod an mich denken, würde überhaupt irgendjemand? wie schnell und vorallem von wem würde ich ersetzt werden? macht es mich zu einem besseren menschen wenn ich vermisst werden würde?

ich fühle mich in letzter zeit so alleine, schon fast im stich gelassen und habe das gefühl das niemand an mich denken würde. ich fühle mich wie der abschaum der gesellschaft, ein hässlicher rotweinfleck auf einer weißen hose. alle um mich herum versuchen mich in die norm hereinzupressen, dem fleck aus der hose zu waschen, schrubben daran herum, ich soll ein normales mädchen sein, freundlich und zuvorkommend, lieb und nett, lächelnd und am besten auch noch mit meinen freundinnen durch die stadt ziehen um zu shoppen. aber das bin nicht ich, so fühle ich mich nicht, warum sollte ich so tun?

heute als ich in die bahn nachhause gestiegen bin ist etwas passiert was mir zu denken gibt. ich setzte mich an einen platz am fenster. der akku meines ipod war leer sodass ich auf musik verzichten musste, immerhin ist der weg nicht so lang.
zwei mädchen aus meiner schule setzten sich mir gegenüber und grinsten mich an, ich lächelte zurück, da ich sie vom sehen kannte. die beiden prusteten vor lachen in ihre hände. eine von ihnen lies ihre augen nicht mehr von mir, sie fingen an sich zu unterhalten. "oh hier stinkt es voll" vorerst dachte ich, diese kommentare wären einfach nur dummes gefasel nach der schule aber als ich genauer hinhörte merke ich, dass sie mir galten. "jaja, das leben ist schon traurig" "ich frage mich wie sie das gemacht hat, bestimmt ne magenverkleinerungsop" und so nahm der spaß auf meine kosten seinen lauf. ich war nie so der opfertyp. absolut nicht. ich war nie das extrovertierteste mädchen, das immer total präsent war aber eben auch nicht das absolute gegenteil. ich habe angst. ich habe wirklich angst davor, dass das erst der anfang war.