Seiten

Montag, 18. März 2013

warum

"warum?" hast du mich gefragt, nicht einfach nur warum, sondern ein warum, dass in den ohren brennt, ein warum, dass sich minutenlang zieht, ein warum, wie ein schlag in die magenkuhle.
das warum geht nicht, obwohl du längst weg bist und ich mich nicht mehr deinem enttäuschtem, stechendem blick auseinander setzen muss.
ich hätte dir gerne eine antwort gegeben, eine antwort, die die enttäuschung in deinem gesicht verblasst hätte, doch ich hatte keine, nicht eine winzigkleine. nichts.
und nun frage ich mich selber nach dem warum?
aussehen war mir doch nie wirklich wichtig, ich war und bin kein oberflächlicher mensch, es liegt nicht am schlankheitswahn und erst recht nicht an magermodels. aber vielleicht ist gerade da das problem, vielleicht liegt dort der kern, vielleicht ist die antwort so simpel; es fällt leicht, sich mit nichtigkeiten zu beschäftigen, sich dahinter zu verstecken, es fällt leicht, etwas unwichtiges als wichtig zu betiteln und sich tag und nacht damit zu beschäftigen.
ist es das wirklich? ich weiß es nicht. ich weiß auch gar nicht ob ich das wissen möchte. wenn es so wäre würde ich mich schämen. Schämen dafür, dass ich krank geworden bin, nur weil ich die augen schließen wollte, vor dingen die wichtiger und auch komplizierter sind.
ich würde dich das gerne wissen lassen, dich anrufen oder vorbei kommen, aber ich lasse es. ich bleibe hier sitzen und schäme mich.

Dienstag, 12. März 2013

don't go i'll eat you up - i love you so

vielleicht ist das alles nicht so wild. 
alles was ich weiß, ist, das ich lebe, mehr als nur exestieren, leben halt, mit allem was dazugehört und irgendwie macht mich das glücklich.
ich habe hunger auf mehr davon, leben und glücklich sein. 
♥
 

Mittwoch, 13. Februar 2013

vorhang auf

"[...]wie geht es dir meine liebe? tut mir leid, dass ich mich so selten melde, ich weiß du könntest mich bestimmt gerade gut gebrauchen aber ich habe momentan einfach soviel zu tun[...]"
gelöscht.
ich muss schlucken, ich kann es einfach nicht leiden, dieses geheuchele. egal wo ich hinschaue, egal mit wem ich mich treffe oder mit wem ich anderweitig kontakt habe, langsam habe ich es verstanden - sie spielen sich selber in dem drama das den namen leben trägt und sobald ihr theaterstück auf das, eines anderen trifft, wo dieser andere die hauptrolle spielt, ändern sie ihren part ab. angefangen bei der wortwahl, bis hin zur intention ihrer person. aus himmelhoch jauchzend wird innerhalb von sekunden zu tode betrübt, aus einem egoistischen menschen wird ehe man mit der wimper zucken kann verwandelt sich dieser in eine unfassbar selbstlose person. ich verstehe das nicht. warum eine rolle spielen, wenn man auch sein kann wie man möchte? warum presst man sich selbst in eine unnatürliche form, wenn man sich genau so gut aus allen charaktereigenschaften die man hat, eine eigene figur entwickeln kann?

Samstag, 2. Februar 2013

klinik

ich hatte vor ein paar tagen meinen ersten termin in der klink. ich habe mich zuvor oft mit meiner therapeutin über das thema gestritten, ich fühle mich nicht krank genung für eine klinik, nicht dünn genug für eine essstörung, nicht niedergeschlagen genug für depressionen. ich weiß nicht, ob ich meine "essstörung" schon loslassen möchte, sie gibt mir viel, sie hat mir zwar auch viel genommen, eigentlich zu viel, aber da ich das alles nicht zurück erlangen kann, muss ich doch eigentlich an ihr festhalten?1 ich bin hin- und hergerissen. ich habe große angst aber jetzt gibt es kein zurück mehr. in zwei monaten werde ich in die klinik gehen. das gespräch dort war sehr gut, gerade vor dem hintergrund dass ich nun anfange l-tyroxin gegen meine schilddrüsenerkrankung einzunehmen, muss sich mein essverhalten stabilisieren. nunja, wen es interessiert meine Diagnose lautet : atypische Anorexie mit depressiver Dekompensation. atypisch weil mein bmi bei 19.2 liegt und ich noch meine tage bekomme. als ich den brief meiner therapeutin an den weiterbehandelnden arzt in der klinik las musste ich schlucken. ich hatte ganz verdrängt das ich wirklich fast 40 kilo innerhalb des letzten dreivirtel jahres abgenommen habe. irgendwie ein sehr informativer post, aber ich wollte das mal einfach so runter schreiben um es selber zu realisieren und mir vielleicht mal meiner gefühle etwas klarer zu werden. irgendwie bin ich momentan einfach nur leer.

Mittwoch, 23. Januar 2013

getagged

 Vielen dank liebe cheer und liebe tamara das ihr mich nicht vergessen habt, obwohl ich aus gesundheitlichen gründen länger nicht hier war.

1. Habt ihr Angst vor dem Tod? (+Begründung)
Nein, Angst vor dem Tod an sich habe ich nicht, eher vor dem Weg dorthin, vor schwäche und hilflosigkeit

2. Was war eure schönste Erinnerung in der Kindheit? 
 ich habe sehr viele schöne aber auch schlechte erinnerungen an meine kindheit, die schönste oder die schlechteste kann ich gar nicht genau benennen.

3. Ist euch eure Familie oder eure Freunde wichtiger?
ich bin sehr froh, dass ich mich noch nie für eines von beidem entscheiden musste, meine familie ist mir auf eine komplett andere art und weise wichtig als meine freunde.

4. Kann man in zwei Menschen verliebt sein?
finde ich schwierig. verliebt sein vielleicht nicht direkt, aber man kann eine person lieben (beispielsweise nach einer langen partnerschaft) und gleichzeitig in eine andere person verliebt sein.

5. Wie reagiert ihr, wenn ihr in ein Gespräch verwickelt werdet, wo es über Essen/Gewicht/SVV geht?
Zu aller erst fühle ich mich unwohl, viele meiner bekannten und freunde wissen oder ahnen (aufgrund des unübersehbaren gewichtsverlusts und dem fernbleiben von der schule) das ich in dem punkt selbst betroffen bin, jedoch habe ich mir auch vorgenommen relativ offen mit dem thema umzugehen, dieses ewige versteckspiel kostet mir zu viel nerven, außerdem möchte ich gerne freunde davor bewahren, dieselben fehler zu machen wie ich.

6. Mit wie viel Prozent (ca.) von euren Facebook Freunden seid ihr wirklich befreundet? oder sprecht mit denen?
Gegenfrage, wo hört miteinander bekannt sein auf und wo fängt freundschaft an? ich kenne alle meine facebookfreunde persönlich und wenn ich sie treffe wechsel ich mit ihnen auch das ein oder andere wort, befreundet würde ich das trotzallem nicht nennen.

7. Glaubt ihr, dass euch das Bloggen hilft? oder eher im gegenteil zum negativen triggert?
Wenn ich mich mal zum bloggen aufraffen kann, dann hilft es mir doch sehr, leider bin ich in letzter zeit aber kaum motiviert.

8. Würdet ihr für jemand anderen sterben? wenn ja, für wen?
Ich denke, dass das auf die Situation ankommt, in einigen fällen mit sicherheit auch für fremde, auf jeden fall jedoch für meinen bruder, meine besten freunde und mein babysitterkind.

9. ihr könntet in jede stadt der welt hinziehen, wohin würde es gehen?
das skurrile an dieser frage ist, das wir das wirklich können, es jedoch nur die wenigsten machen. Ich denke mich würde es nachskandinavien ziehen.

10. euer größter lebenswunsch?
ich wünsche mir das ich noch viel erleben darf, eines tages mit mir selbst im reinen bin und zufriedenheit.

11. Was hält euch am Leben? (bitte sagt nicht 'nichts'. ich meine ihr seid ja noch da.)
ich möchte die welt mit einem lachenden und einem weinenden auge verlassen, ich bin zu jung um zu gehen, wer weiß was noch alles kommt. also könnte man es vielleicht "neugierde" nennen.



1. Bist du verliebt?
Huh, ich denke schon, ja
 
2. Hörst du grade Musik? Wenn ja, welches Lied?
3. Was findest du am besten an dir?
Also an äußerlichkeiten mag ich meine ohren am liebsten, die sind durchschnittlich, an eigenschaften mag ich meinen tiefgang.
 
4. Glaubst du an das Leben nach dem Tod?
So schön die vorstellung auch ist, nein. 
 
5. Wie lange bloggst du schon?
keine ahnung, ich weiß es nicht. ich habe ja schon des öfteren alles gelöscht was ich schrieb.
 
6. Mit wieviel Jahren hattest du deine erste Beziehung?
mit zarten 12 oder 13 jahren, hielt sogar fast ein halbes jahr glaube ich
 
7. Geschwister?
ja, einen bruder habe ich, er ist anderthalb jahre älter als ich.
 
8. Was ist deine größte Angst?
die menschen zu verlieren, die mir die welt bedeuten.
 
9. Wo würdest du am liebsten wohnen?
skandinavien
 
10. Dein Lieblingslied?
habe ich absolut nicht. 
 
11. Machst du Sport?
momentan nicht. krankheitsbedingt.



10 Fakten über mich

1. Ich hätte mir vorhin beinahe die haare abrasiert, weil ich diese ewige oberflächlichkeit der menschheit nicht leiden kann
2. Ich esse seit zirka 11 jahren kein fleisch mehr.
3. Ich lebe hauptsächlich vegan.
4. Fotos selber entwickeln ist meiner meinung nach der schönste zeitvertreib wenn man allein sein will.
5. Ich koche unheimlich gerne
6. Egal wen ich zu mir einlade, jeder, der das erste mal bei mir ist, guckt sich erst die fotos an der wand an,    durchstörbert dann meine plattensammlung, dann schaut er meine bücher durch und zu aller letzt wirft er ein Blick in "für immer jung" (Jubiläumsausgabe des deutschen jugend fotopreises)
7. Ich habe begonnen ein buch zu schreiben
8. Mein bruder ist vor ein paar tagen für ein halbes jahr ins ausland gegangen, ich vermisse ihn schrecklich
9. Ich habe einen hund
10. ich finde "rundliche" frauen objektiv betrachtet sehr viel schöner als sehr dünne frauen.


Meine Fragen

1 Welchen ort sollte jeder mensch deiner meinung nach vor seinem tod besucht haben?
2 Wie würdeste du eine person in 3 worten beschreiben, die das exakte gegenteil von dir ist?
3 Wenn du etwas in deiner vergangenheit ungeschehen machen könntest, was wäre das?
4 Was war die "längste minute" die du in deinem bisherigen leben überstehen musstest?
5 Was ist dir wichtiger, freiheit oder sicherheit?
6 Was sind deine 3 negativsten und deine 3 positivsten charaktereigenschaften?
7 Was verstehst du unter einem erfüllten leben?
8 Wie würde der titel eines buches über dein leben lauten?
9 Meinst du, dass du dich mit einem exakten klon deiner selbst verstehen würdest?
10 Was macht dich so richtig wütend?

und ich tagge folgende personen:
Cheer
Tamara. 
N.†
Emily-Elena
captivated












Montag, 7. Januar 2013

"elsa meinst du du wärst nicht so unglücklich, nicht so, hm ja wie soll ich das sagen, also, ja, doch, krank, wenn deine familie normaler wäre?"
ich muss schlucken. ist es denn so offensichtlich das ich krank und meine familie unnormal ist? bin ich denn so unglücklich?
"ich weiß es nicht, ich glaube das ist schwer zu sagen, ich wurde in dieses leben herein geboren und kann mir nicht vorstellen wie sich andere umstände angefühlt hätten.." antworte ich zögerlich. ich mag es mit dir zu sprechen, dennoch habe dich das gefühl das mir dieses gespräch zu tief unter die haut geht, somit nehme ich einen großen schluck aus meinem weinglas.
"gesetzt den fall deine eltern hätten sich früher getrennt oder dein bruder wäre ein anderer mensch... was empfindest du bei diesem gedanken? findest du ihn schön oder eher nicht?"
wow. was soll ich dazu sagen. ich wollte nie selbstsüchtig sein und habe immer versucht meine bedürfnisse hinten anzustellen. natürlich habe ich mir als kind oft heimlich gewünscht das mein bruder nicht so ein problemkind wäre aber er war es halt. natürlich habe ich mir früher oft heimlich gewünscht, dass meine eltern aufhören zu streiten und getrennte wege gehen anstatt sich gegenseitig das leben schwer zu machen, aber ich wusste das sie es, obwohl es weder mir noch meinem bruder gut tat, nur uns zuliebe zusammen blieben, also habe ich es akzeptiert und versucht es positiv zu sehen.
"ich weiß es wirklich nicht, ich denke deine frage ist schwer zu beantworten. so krank und so unglücklich bin ich gar nicht, ich werde gerade wieder gesund und zufrieden, außerdem ist das meine sache, meine schwäche, nicht die meiner familie"

hin oder her

ich lebe zur zeit sehr sprunghaft. in einem moment bin ich antrieblos und müde, im nächsten wieder unternehmungslustig und voller tatendrang, ich gehe unter leute und wenn ich dann dort bin, wünschte ich zuhause geblieben zu sein und andersherum, im einen moment bin ich zutiefst depressiv und im darauf folgenden kann ich alles vergessen. auf lachen folgt weinen, auf trauer folgt freude, auf zufriedenheit folgt unzufriedenheit. das ganze wirkt sich nun auch aufs essen aus. mal denke ich gesund zu essen ist wundervoll und fange an gemüse zu schneiden und koche mir etwas wirklich tolles und wenn alles fertig ist fange ich an zu weinen weil ich mich so dick fühle und esse doch nichts. wann hört das auf?