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Mittwoch, 23. Januar 2013

getagged

 Vielen dank liebe cheer und liebe tamara das ihr mich nicht vergessen habt, obwohl ich aus gesundheitlichen gründen länger nicht hier war.

1. Habt ihr Angst vor dem Tod? (+Begründung)
Nein, Angst vor dem Tod an sich habe ich nicht, eher vor dem Weg dorthin, vor schwäche und hilflosigkeit

2. Was war eure schönste Erinnerung in der Kindheit? 
 ich habe sehr viele schöne aber auch schlechte erinnerungen an meine kindheit, die schönste oder die schlechteste kann ich gar nicht genau benennen.

3. Ist euch eure Familie oder eure Freunde wichtiger?
ich bin sehr froh, dass ich mich noch nie für eines von beidem entscheiden musste, meine familie ist mir auf eine komplett andere art und weise wichtig als meine freunde.

4. Kann man in zwei Menschen verliebt sein?
finde ich schwierig. verliebt sein vielleicht nicht direkt, aber man kann eine person lieben (beispielsweise nach einer langen partnerschaft) und gleichzeitig in eine andere person verliebt sein.

5. Wie reagiert ihr, wenn ihr in ein Gespräch verwickelt werdet, wo es über Essen/Gewicht/SVV geht?
Zu aller erst fühle ich mich unwohl, viele meiner bekannten und freunde wissen oder ahnen (aufgrund des unübersehbaren gewichtsverlusts und dem fernbleiben von der schule) das ich in dem punkt selbst betroffen bin, jedoch habe ich mir auch vorgenommen relativ offen mit dem thema umzugehen, dieses ewige versteckspiel kostet mir zu viel nerven, außerdem möchte ich gerne freunde davor bewahren, dieselben fehler zu machen wie ich.

6. Mit wie viel Prozent (ca.) von euren Facebook Freunden seid ihr wirklich befreundet? oder sprecht mit denen?
Gegenfrage, wo hört miteinander bekannt sein auf und wo fängt freundschaft an? ich kenne alle meine facebookfreunde persönlich und wenn ich sie treffe wechsel ich mit ihnen auch das ein oder andere wort, befreundet würde ich das trotzallem nicht nennen.

7. Glaubt ihr, dass euch das Bloggen hilft? oder eher im gegenteil zum negativen triggert?
Wenn ich mich mal zum bloggen aufraffen kann, dann hilft es mir doch sehr, leider bin ich in letzter zeit aber kaum motiviert.

8. Würdet ihr für jemand anderen sterben? wenn ja, für wen?
Ich denke, dass das auf die Situation ankommt, in einigen fällen mit sicherheit auch für fremde, auf jeden fall jedoch für meinen bruder, meine besten freunde und mein babysitterkind.

9. ihr könntet in jede stadt der welt hinziehen, wohin würde es gehen?
das skurrile an dieser frage ist, das wir das wirklich können, es jedoch nur die wenigsten machen. Ich denke mich würde es nachskandinavien ziehen.

10. euer größter lebenswunsch?
ich wünsche mir das ich noch viel erleben darf, eines tages mit mir selbst im reinen bin und zufriedenheit.

11. Was hält euch am Leben? (bitte sagt nicht 'nichts'. ich meine ihr seid ja noch da.)
ich möchte die welt mit einem lachenden und einem weinenden auge verlassen, ich bin zu jung um zu gehen, wer weiß was noch alles kommt. also könnte man es vielleicht "neugierde" nennen.



1. Bist du verliebt?
Huh, ich denke schon, ja
 
2. Hörst du grade Musik? Wenn ja, welches Lied?
3. Was findest du am besten an dir?
Also an äußerlichkeiten mag ich meine ohren am liebsten, die sind durchschnittlich, an eigenschaften mag ich meinen tiefgang.
 
4. Glaubst du an das Leben nach dem Tod?
So schön die vorstellung auch ist, nein. 
 
5. Wie lange bloggst du schon?
keine ahnung, ich weiß es nicht. ich habe ja schon des öfteren alles gelöscht was ich schrieb.
 
6. Mit wieviel Jahren hattest du deine erste Beziehung?
mit zarten 12 oder 13 jahren, hielt sogar fast ein halbes jahr glaube ich
 
7. Geschwister?
ja, einen bruder habe ich, er ist anderthalb jahre älter als ich.
 
8. Was ist deine größte Angst?
die menschen zu verlieren, die mir die welt bedeuten.
 
9. Wo würdest du am liebsten wohnen?
skandinavien
 
10. Dein Lieblingslied?
habe ich absolut nicht. 
 
11. Machst du Sport?
momentan nicht. krankheitsbedingt.



10 Fakten über mich

1. Ich hätte mir vorhin beinahe die haare abrasiert, weil ich diese ewige oberflächlichkeit der menschheit nicht leiden kann
2. Ich esse seit zirka 11 jahren kein fleisch mehr.
3. Ich lebe hauptsächlich vegan.
4. Fotos selber entwickeln ist meiner meinung nach der schönste zeitvertreib wenn man allein sein will.
5. Ich koche unheimlich gerne
6. Egal wen ich zu mir einlade, jeder, der das erste mal bei mir ist, guckt sich erst die fotos an der wand an,    durchstörbert dann meine plattensammlung, dann schaut er meine bücher durch und zu aller letzt wirft er ein Blick in "für immer jung" (Jubiläumsausgabe des deutschen jugend fotopreises)
7. Ich habe begonnen ein buch zu schreiben
8. Mein bruder ist vor ein paar tagen für ein halbes jahr ins ausland gegangen, ich vermisse ihn schrecklich
9. Ich habe einen hund
10. ich finde "rundliche" frauen objektiv betrachtet sehr viel schöner als sehr dünne frauen.


Meine Fragen

1 Welchen ort sollte jeder mensch deiner meinung nach vor seinem tod besucht haben?
2 Wie würdeste du eine person in 3 worten beschreiben, die das exakte gegenteil von dir ist?
3 Wenn du etwas in deiner vergangenheit ungeschehen machen könntest, was wäre das?
4 Was war die "längste minute" die du in deinem bisherigen leben überstehen musstest?
5 Was ist dir wichtiger, freiheit oder sicherheit?
6 Was sind deine 3 negativsten und deine 3 positivsten charaktereigenschaften?
7 Was verstehst du unter einem erfüllten leben?
8 Wie würde der titel eines buches über dein leben lauten?
9 Meinst du, dass du dich mit einem exakten klon deiner selbst verstehen würdest?
10 Was macht dich so richtig wütend?

und ich tagge folgende personen:
Cheer
Tamara. 
N.†
Emily-Elena
captivated












Montag, 7. Januar 2013

"elsa meinst du du wärst nicht so unglücklich, nicht so, hm ja wie soll ich das sagen, also, ja, doch, krank, wenn deine familie normaler wäre?"
ich muss schlucken. ist es denn so offensichtlich das ich krank und meine familie unnormal ist? bin ich denn so unglücklich?
"ich weiß es nicht, ich glaube das ist schwer zu sagen, ich wurde in dieses leben herein geboren und kann mir nicht vorstellen wie sich andere umstände angefühlt hätten.." antworte ich zögerlich. ich mag es mit dir zu sprechen, dennoch habe dich das gefühl das mir dieses gespräch zu tief unter die haut geht, somit nehme ich einen großen schluck aus meinem weinglas.
"gesetzt den fall deine eltern hätten sich früher getrennt oder dein bruder wäre ein anderer mensch... was empfindest du bei diesem gedanken? findest du ihn schön oder eher nicht?"
wow. was soll ich dazu sagen. ich wollte nie selbstsüchtig sein und habe immer versucht meine bedürfnisse hinten anzustellen. natürlich habe ich mir als kind oft heimlich gewünscht das mein bruder nicht so ein problemkind wäre aber er war es halt. natürlich habe ich mir früher oft heimlich gewünscht, dass meine eltern aufhören zu streiten und getrennte wege gehen anstatt sich gegenseitig das leben schwer zu machen, aber ich wusste das sie es, obwohl es weder mir noch meinem bruder gut tat, nur uns zuliebe zusammen blieben, also habe ich es akzeptiert und versucht es positiv zu sehen.
"ich weiß es wirklich nicht, ich denke deine frage ist schwer zu beantworten. so krank und so unglücklich bin ich gar nicht, ich werde gerade wieder gesund und zufrieden, außerdem ist das meine sache, meine schwäche, nicht die meiner familie"

hin oder her

ich lebe zur zeit sehr sprunghaft. in einem moment bin ich antrieblos und müde, im nächsten wieder unternehmungslustig und voller tatendrang, ich gehe unter leute und wenn ich dann dort bin, wünschte ich zuhause geblieben zu sein und andersherum, im einen moment bin ich zutiefst depressiv und im darauf folgenden kann ich alles vergessen. auf lachen folgt weinen, auf trauer folgt freude, auf zufriedenheit folgt unzufriedenheit. das ganze wirkt sich nun auch aufs essen aus. mal denke ich gesund zu essen ist wundervoll und fange an gemüse zu schneiden und koche mir etwas wirklich tolles und wenn alles fertig ist fange ich an zu weinen weil ich mich so dick fühle und esse doch nichts. wann hört das auf?

Montag, 17. Dezember 2012

sonnenkind

"es gibt tage an denen sind meine schatten so viel größer als ich, das sie mir egal wie hoch ich springe, egal wie schnell ich laufe, die sonne wegnehmen. sie sind schneller weil sie überall sind, sie sind so groß." auszug eines tagebucheintrags vom 26.07.2001

mir war nicht bewusst, das ich schon damals so war. 
"nun, wie stellen sie das vor? vielleicht ist es an der zeit für sie sich mal mit ihren ängsten, wünschen und träumen zu beschäftigen. ich würde sie bitten bis zum nächsten mal aufzuschreiben, was ihnen angst macht, wovon sie träumen und was sie sich wünschen, sie können das als eine art vorhaben für das neue jahr sehen."

und im augenblick sitze ich hier vor meinem leeren blatt, die aufgabe klang leichter als sie ist.
Ich verstehe mich doch momentan selbst nicht mehr, wie soll ich dann jemandem anders die möglichkeit geben meine kopfwelt nachzuvollziehen.
die menschen erwarten von mir das ich krank bin weil es auf dem papier steht, es wird erwartet das ich nichts esse, immerhin habe ich ja eine essstörung, es wird erwartet das ich schlecht gelaunt bin, immerhin habe ich ja depressionen. ich bin nicht mehr als eine hässliche krankheit. niemand sieht mich mehr als mensch, ich bin diese ekelerregende krankheit, die egal wohin sie geht schatten, mitleid und traurigkeit auslöst. ist dieses leben noch lebenswert?
ich bin es leid, manchmal wäre ich glücklicher, würde mir nicht permanent das gefühl übermittelt werden, dass es nichts beachtenswertes mehr an mir gäbe außer meine Probleme mit mir selber.

Sonntag, 9. Dezember 2012

lebenszeichen

ich wollte mich nur einmal melden, falls das hier irgendwer liest und sich gewundert hat, ja ich lebe noch. ich habe etliche male das bedürfnis gehabt hier etwas nieder zu schreiben, doch die worte gehorchten mir nicht, ich habe es nicht geschafft einen einzigen satz zu formulieren, nun, der erneute versuch etwas einigermaßen sinnvolles, nachvollziehbares zu schreiben.

die letzten tage und wochen waren anstrengend. meine therapeutin möchte, dass ich in eine klinik oder eine betreute wohngruppe gehe, ich weiß nicht was ich davon halten soll. meine depressionen sind schlimmer als jemals zuvor, ich wache mit tränen in den augen auf, habe grausame albträume, die kleinsten kleinigkeiten werfen mich aus der bahn, meine augen sind so schwer, ich möchte nur noch schlafen, ich habe das gefühl nicht in meinem körper zu stecken, ich bin ein stiller, machtloser beobachter meines eigenen lebens, alles tut weh und ich bin kaputt, so unendlich kaputt. ich gehe nicht mehr in die schule, ich habe ein stück weit aufgegeben, mich aufgegeben. die suche nach dem sinn hat aufgehört, ich fühle mich wie ein reh, ich laufe über die autobahn, laufe um zu überleben doch auf dem mittelfahrstreifen verlässt mich der mut, die lichter sind zu hell, die autos zu schnell und zu laut, zum umdrehen ist es zu spät, zum weiterrennen fehlt mir der mut, also stehe ich dort auf dem mittelstreifen und warte darauf, das jemand anders mir die entscheidung abnimmt, das ein autofahrer mich ubersieht und die scheinwerfer zu nahe kommen.

ich habe jonah seit 2 wochen nicht gesehen, ich will ihn bei mir haben aber ich tue ihm weh und das will ich nicht. ich mache mich kaputt und er soll nicht auch noch daran zerbrechen. wir wissen beide, das er am liebsten meine hand halten würde, doch ich liebe ihn zu sehr um ihm das anzutun.
am freitag habe ich mich seit langem einmal wieder aus meinem bett getraut, die frische luft in meinen lungen hat mir gefehlt, ich wollte sie einsaugen und nicht wieder gehen lassen, ein stück von ihr werden. ich traf meine freunde und wir besuchten eine der kuriosesten partys auf der ich jemals gewesen bin. eine wg party, vielleicht hat schon einmal jemand von dieser aktion gehört, das gebäude, die leer stehen, jedoch zu schade sind um abgerissen zu werden, wie beispielsweise schulen oder bibliotheken, von wgs für wenig geld angemietet werden können, diese verpflichten sich damit, das gebäude zu beschützen und im gegenzug dafür müssen sie kaum miete bezahlen. lange rede kurzer sinn, die party fand in einer ehemaligen grundschule statt, in der ein bekannter mit fünf mitbewohnern residiert. unglaublich viel platz, unglaublich viele leute, unglaublich laute musik. ich habe getanzt und mich frei gefühlt, ein junger mann hielt mir nach vielen stunden in denen ich mich im bass verloren hatte, eine zigarette vor die nase und sah mich fragend an, ich folgte ihm, wir setzten uns in eine ecke und qualmten um die wette. er hatte dunkeles haar, einen dichten bart in seinem drahtigen gesicht, seine arme waren von tattoos bedeckt, eines gefiel mir ganz besonders gut, eine leichtbekleidete sehr frau, auf dem ast eines baumes eine zigarette im mundwinkel. er erzählte mir, das dieses tattoo eine abbildung einer fotografie ist, die junge frau soll seine schwester darstellen, sie ist vor einem jahr an leukämie gestorben. desweiteren erzählte er, das er nun humanmedizin studiert, damit nicht noch mehr menschen, einen so grausamen tod sterben müssen. ich glaube er hatte tränen in den augen. ich hätte mich gern länger mit ihm unterhalten, für ihn war ich ein unbeschriebenes blatt, einfach irgendein mädchen, nicht diejenige, die sich selber einen so grausamen tod wünschte. doch meine beste freundin unterbrach unser gespräch, zu allem übel habe ich vergessen wo ich den zettel mit seiner telefonnummer gelassen habe...

den samstag verbrachte ich verkatert in k.'s bett.

mit leichten fingern streichst du mir über die nackte schulter, ich spüre deine finger kaum, aber es beruhigt mich zu wissen das sie da sind. noch lebe ich, denke ich und schließe die augen. "k., ich will nicht das du gehst" höre ich mich sagen. einen moment lang fühlt es sich so an, als hätte ich mich damals für dich und gegen jonah entschieden, als wären wir ein pärchen und ich weiß nicht was ich bei diesem gedanken fühlen soll. du seuftzt. "ich will dich auch nicht alleine lassen elsa" "Dann bleib doch eifach in der stadt" ich weiß, dass das nicht geht, aber ich will es sagen und von dir hören, dass es nicht geht. "komm doch einfach mit" sagst du und grinst mich an. du stehst ruckartig auf und wirfst mir einen pulli zu. "ich will dir was zeigen". du ziehst mich hinter dir her nach draußen. es schneit. 

Donnerstag, 15. November 2012

sms

"elsa ich will nicht mehr ohne dich, es geht einfach nicht, ich liebe dich einfach zu sehr. ich liebe es wie du gehst, wie du stehst, wie du lachst, wie du schläfst, wie du meckerst wenn dir etwas nicht passt, wie tanzt wenn es dir gut geht, wie du grummelst wenn morgens der wecker klingelt, wie du deinen kaffee trinkst, wie du mir meine pullis klaust die dir eh besser stehen als mir, wie du träumst von einer besseren welt, wie du redest, manchmal auch im schlaf und wie du laut mitsingst wenn ein lied läuft das dir gefällt. ich will dir nicht mehr weh tun, dich nicht mehr zum weinen bringen und doch tue ich es so oft. ich komme später vorbei, ja? ruh dich gut aus und werde gesund. ps: kaffee und kekse, ein apfel, sowie dein tabak liegen auf dem nachttisch und du hast um 17.30 einen arzttermin"



ich weiß nicht was ich tun soll. einerseits machst du mich glücklich und bringst mich zum lachen, andererseits machst du mich unglücklich und kaputt.