die luft schmeckt nach sommer, ich habe das erste mal seit jahren keinen pulli, keine strickjacke an. meine nackten schultern sind schon etwas braun geworden. es wird langsam dunkel, in meiner tasche klimpern die bierflasche gegeneinander aber ich kann es nicht hören, ich möchte tanzen, die musik in meinen ohren euphorisiert mich. die straßen sind voller menschen, früher hätte ich es gehasst, heute kann ich das lächeln auf ihren gesichtern sehen, ich winke bekannten zu, eigentlich könnte ich auch kurz hinüber gehen aber ich mag nicht, will zu meiner besten freundin, will den wein und das bier aufmachen und später tanzen gehen. wir sitzen in einer netten in ihrem zimmer, kiffen, lachen, trinken wein. die musik bahnt sich ihren weg durch die straßen. dieser abend gehört nur uns, nur mir und mein herz hüpft als es die freiheit spürt.
Doch irgendetwas fehlt. der hunger in meinem bauch, die betrunkenheit vor liebe, das gefühl ein zuhause zu haben.
so gebe ich mich dem alkohol hin, lasse ihn die sehnsucht wegspülen, als ich am nächsten morgen in luis armen aufwache kommt sie wieder und hängt sich an meine ohnehin schon schweren beine.
Dienstag, 30. Juli 2013
Montag, 29. Juli 2013
hallo leben
und auf einmal wird man ein paar kilo schwerer wieder zurück in die realität geworfen. alles ist anders und doch wie zuvor, ich schwimme um nicht zu ertrinken. irgendwie liebe ich das leben und verachten tu ichs auch. wir sind alle lebendig, wir sind alle auf der suche nach glück. doch was richtig ist kann mit niemand sagen, alles scheint falsch zu sein. hallo leben, da bin ich wieder, du hast mir gefehlt und gleichzeitig habe ich mich gefreut dich endlich loszusein, hier bin ich jetzt wieder also lass uns das beste draus machen.
Donnerstag, 9. Mai 2013
au revoir
au revoir ihr lieben. ich werde mich hier jetzt erstmal nicht mehr blicken lassen denke ich. morgen ab in die klinik und gesund werden steht an. ich wünsche euch allen nur das allerbeste. ♥
Dienstag, 30. April 2013
ohweh
ich sitze bei meiner besten freundin auf der fensterbank und gucke in den himmel. sie ist verliebt, das erste mal in ihrem leben, ich sehne mich nach dem gefühl, welches sie gerade haben muss, und bin fast ein bisschen neidisch auf ihre glänzenden augen.
die frische luft kriecht langsam durch ihr zimmer und lässt sich überall nieder, sie sitzt auf ihrem bett und sorgt für den soundtrack, der meine gedankengänge begleitet.
mein handy vibriert. "hallo?" eigentlich bin ich mir sicher das jonah am anderen ende der leitung ist, umso überraschter bin ich, als deine raue stimme in meinen ohren klingt.
du fragst ob ich lust habe zu dir zu kommen, du bist gerade nachhause gekommen, scheiß tag gehabt murmelst du, vielleicht auf ein bier?!. ich fühle mich scheiße als ich zusage aber gleichzeitig auch irgendwie total gut.
ich mag dein zimmer, irgendwie beruhigt es mich, es ist ein ähnliches gefühl wie bei meiner therapeutin, hier kann ich ganz ich sein ohne mir einen blöden kommentar anhören zu müssen.
heute schlafen wir nicht miteinander, du erzählst von deiner arbeit als zimmermann und lässt mich alles loswerden, was in meinem kopf herumschwirrt. wir trinken bier und kiffen, ich hätte niemals geahnt, dass ich dir mal so nah sein werde, nicht auf körperlicher sondern auf geistiger ebene.
du streichst mir über den kopf als wir darüber reden, dass du bald in einem anderen land leben wirst, ganz weit weg von unserer stadt, diesem leben was du hier führst, wo ich hineingestolpert bin.
ich bin traurig bei dem gedanken, irgendwie hat sich diese ganze sache zu weit mehr entwickelt als ich je zu glauben vermag habe.
als ich gehe küsst du mich auf die stirn, so wie jonah es gerne tut.
ich sitze mit glänzenden augen im bus auf dem weg nachhause, so glänzend wie die meiner besten freundin, nein, ich bin nicht in dich verliebt, ich bin in das gefühl verliebt, dass jemand anders mich genau so mag wie ich bin.
mein handy vibriert. jonah ist dran. "sehen wir uns morgen?"
die frische luft kriecht langsam durch ihr zimmer und lässt sich überall nieder, sie sitzt auf ihrem bett und sorgt für den soundtrack, der meine gedankengänge begleitet.
mein handy vibriert. "hallo?" eigentlich bin ich mir sicher das jonah am anderen ende der leitung ist, umso überraschter bin ich, als deine raue stimme in meinen ohren klingt.
du fragst ob ich lust habe zu dir zu kommen, du bist gerade nachhause gekommen, scheiß tag gehabt murmelst du, vielleicht auf ein bier?!. ich fühle mich scheiße als ich zusage aber gleichzeitig auch irgendwie total gut.
ich mag dein zimmer, irgendwie beruhigt es mich, es ist ein ähnliches gefühl wie bei meiner therapeutin, hier kann ich ganz ich sein ohne mir einen blöden kommentar anhören zu müssen.
heute schlafen wir nicht miteinander, du erzählst von deiner arbeit als zimmermann und lässt mich alles loswerden, was in meinem kopf herumschwirrt. wir trinken bier und kiffen, ich hätte niemals geahnt, dass ich dir mal so nah sein werde, nicht auf körperlicher sondern auf geistiger ebene.
du streichst mir über den kopf als wir darüber reden, dass du bald in einem anderen land leben wirst, ganz weit weg von unserer stadt, diesem leben was du hier führst, wo ich hineingestolpert bin.
ich bin traurig bei dem gedanken, irgendwie hat sich diese ganze sache zu weit mehr entwickelt als ich je zu glauben vermag habe.
als ich gehe küsst du mich auf die stirn, so wie jonah es gerne tut.
ich sitze mit glänzenden augen im bus auf dem weg nachhause, so glänzend wie die meiner besten freundin, nein, ich bin nicht in dich verliebt, ich bin in das gefühl verliebt, dass jemand anders mich genau so mag wie ich bin.
mein handy vibriert. jonah ist dran. "sehen wir uns morgen?"
Sonntag, 28. April 2013
wenn die sonne aufgeht
ich taumele an den rand, zu viel alkohol, zu wenig schlaf, zu wenig essen.
ihr tanzt so schön, es wird langsam leerer.
ich krame meinen tabak hervor um mir eine zu drehen, blättchen alle, so ein mist.
der junge mann neben mir hat mein hektisches gesuche mitbekommen und hält mir ein blättchen unter die nase. er ist nicht gerade das, was ich unter einem hübschen mann verstehe aber irgendwie besonders, seine zahnlücke gefällt mir. wir gehen nach draußen, wo langsam die sonne aufgeht.
er erzählt mir irgendetwas, ich höre nicht richtig zu, aber seine raue stimme ist musik in meinen ohren.
es stellt sich heraus, dass wir in die selbe richtung müssen, wir klauen noch ein paar bier beim unfreundlichen dönermann um die ecke und laufen durch die menschenleeren straßen.
ich klicke mich durch deinen ipod, netter musikgeschmack, je länger der weg dauert, desto schöner finde ich dich. wir reden über gott und die welt, ganz vertraut als würden wir uns ewig kennen.
als ich ein paar tage später in deinem bett liege fühle ich mich schlecht.
ihr tanzt so schön, es wird langsam leerer.
ich krame meinen tabak hervor um mir eine zu drehen, blättchen alle, so ein mist.
der junge mann neben mir hat mein hektisches gesuche mitbekommen und hält mir ein blättchen unter die nase. er ist nicht gerade das, was ich unter einem hübschen mann verstehe aber irgendwie besonders, seine zahnlücke gefällt mir. wir gehen nach draußen, wo langsam die sonne aufgeht.
er erzählt mir irgendetwas, ich höre nicht richtig zu, aber seine raue stimme ist musik in meinen ohren.
es stellt sich heraus, dass wir in die selbe richtung müssen, wir klauen noch ein paar bier beim unfreundlichen dönermann um die ecke und laufen durch die menschenleeren straßen.
ich klicke mich durch deinen ipod, netter musikgeschmack, je länger der weg dauert, desto schöner finde ich dich. wir reden über gott und die welt, ganz vertraut als würden wir uns ewig kennen.
als ich ein paar tage später in deinem bett liege fühle ich mich schlecht.
Mittwoch, 3. April 2013
regnheroifvbn
...but food won't fill the emptiness inside of me, I'm hungry just for you.
du weinst als du meinen brief liest, dicke tränen bahnen sich dein gesicht herunter und verschwinden in deinem bart. ich würde auch gerne weinen aber ich kann nicht, denn wenn du bei mir bist geht es mir gut. ich frage mich, wie oft wir schon an dem punkt waren, wo es nicht weiterging. liebe ist grausam. ich will nicht gehen aber ich weiß, dass ich muss, ich reiche dir nicht mehr. du hast dich in mein gesundes und nicht in mein krankes ich verliebt. ich gehe die straßen herunter und fühle mich auf einen schlag sehr einsam. ich weiß, dass ich ab und an zu viel von dir erwartet habe und kann mir auch vorstellen, dass es sehr ernüchternd ist, wenn man einen menschen liebt, der an magersucht und depressionen leidet und dem man nicht helfen kann.
und wenn das nun der punkt ist, an dem es nicht mehr tragbar ist, dann muss ich wohl oder übel damit leben. ich hätte niemals gedacht, dass meine krankheit mir auch noch das letzte positive, was sie mir gelassen hat, stiehlt. es ist egal. es ist das leben und das ist ja bekanntlich richtig scheiße.
Montag, 18. März 2013
warum
"warum?" hast du mich gefragt, nicht einfach nur warum, sondern ein warum, dass in den ohren brennt, ein warum, dass sich minutenlang zieht, ein warum, wie ein schlag in die magenkuhle.
das warum geht nicht, obwohl du längst weg bist und ich mich nicht mehr deinem enttäuschtem, stechendem blick auseinander setzen muss.
ich hätte dir gerne eine antwort gegeben, eine antwort, die die enttäuschung in deinem gesicht verblasst hätte, doch ich hatte keine, nicht eine winzigkleine. nichts.
und nun frage ich mich selber nach dem warum?
aussehen war mir doch nie wirklich wichtig, ich war und bin kein oberflächlicher mensch, es liegt nicht am schlankheitswahn und erst recht nicht an magermodels. aber vielleicht ist gerade da das problem, vielleicht liegt dort der kern, vielleicht ist die antwort so simpel; es fällt leicht, sich mit nichtigkeiten zu beschäftigen, sich dahinter zu verstecken, es fällt leicht, etwas unwichtiges als wichtig zu betiteln und sich tag und nacht damit zu beschäftigen.
ist es das wirklich? ich weiß es nicht. ich weiß auch gar nicht ob ich das wissen möchte. wenn es so wäre würde ich mich schämen. Schämen dafür, dass ich krank geworden bin, nur weil ich die augen schließen wollte, vor dingen die wichtiger und auch komplizierter sind.
ich würde dich das gerne wissen lassen, dich anrufen oder vorbei kommen, aber ich lasse es. ich bleibe hier sitzen und schäme mich.
das warum geht nicht, obwohl du längst weg bist und ich mich nicht mehr deinem enttäuschtem, stechendem blick auseinander setzen muss.
ich hätte dir gerne eine antwort gegeben, eine antwort, die die enttäuschung in deinem gesicht verblasst hätte, doch ich hatte keine, nicht eine winzigkleine. nichts.
und nun frage ich mich selber nach dem warum?
aussehen war mir doch nie wirklich wichtig, ich war und bin kein oberflächlicher mensch, es liegt nicht am schlankheitswahn und erst recht nicht an magermodels. aber vielleicht ist gerade da das problem, vielleicht liegt dort der kern, vielleicht ist die antwort so simpel; es fällt leicht, sich mit nichtigkeiten zu beschäftigen, sich dahinter zu verstecken, es fällt leicht, etwas unwichtiges als wichtig zu betiteln und sich tag und nacht damit zu beschäftigen.
ist es das wirklich? ich weiß es nicht. ich weiß auch gar nicht ob ich das wissen möchte. wenn es so wäre würde ich mich schämen. Schämen dafür, dass ich krank geworden bin, nur weil ich die augen schließen wollte, vor dingen die wichtiger und auch komplizierter sind.
ich würde dich das gerne wissen lassen, dich anrufen oder vorbei kommen, aber ich lasse es. ich bleibe hier sitzen und schäme mich.
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